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#1 2012-03-13 08:43:31

Petra Schubert
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Registriert: 2012-03-13
Beiträge: 1

Klangmassage-Seminar 2012 bei Roland Hutner in Schwangau

25 Jahre im harten Geschäft der IT-Branche lagen hinter mir, davon viele als IT- Projektmanagerin – ein Vollzeit-Job, der neben Kindererziehung und Familie seinen Tribut forderte. Im Jahr 2011 – der bewusste Ausstieg nach dem erwartungsgemäßen Burnout.
Die dreijährige nebenberufliche Ausbildung zur Geistheilerin war inzwischen auch abgeschlossen und ich spürte, dass es Zeit wurde, meinen Blickwinkel zu erweitern. Bereits seit einem halben Jahr wanderte der Gedanke an eine Klangschalenmassage-Ausbildung in meinem Kopf umher. Anfangs tappte er im Dunkeln - aber war auf dem Weg, das fühlte ich ganz deutlich. Es folgen die ersten Internetrecherchen und siehe da, es kristallisierten sich drei Möglichkeiten heraus, die allesamt von Ravensburg aus gut erreichbar sind – entweder im Allgäu oder direkt am Bodensee. Nachdem ich mir endlich angewöhnt habe, auf mein Bauchgefühl zu hören, war es rasch entschieden, ich wollte nach Schwangau.
Das ausgeschriebene Seminar vermittelte einen professionellen Eindruck, ebenso die gesamten Webseiteninhalte. Ein Blick in das offene und lachende Gesicht von Roland Hutner sagte mir, dass da vermutlich weder ein Guru noch ein geschäftssüchtiger Eso-Freak am Werke ist, sondern ein bodenständiger Mensch, der weiß, dass das Leben nicht nur aus sonnigen Höhenwanderungen besteht. Da wollte ich hin, ganz klar ☺...
Meine Erwartungen an das Seminar waren ziemlich hoch, nach dem, was auf der Internetseite dazu zu lesen war. Wie es aussah, schien sich das Ganze auch nahtlos in meine Heilerarbeit einzufügen – das wurde ja immer besser. Also flugs eine nette Ferienwohnung gleich um die Ecke gebucht, die Seminargebühr bezahlt und los konnte es gehen...

Endlich war es soweit.
Um am nächsten Morgen entspannt und pünktlich da sein zu können, war ich bereits am Vorabend angereist, - eine gute Entscheidung, wie sich erweisen sollte.
12 Frauen trafen pünktlich am Bullachbergweg 4 in Schwangau ein, manche von ihnen hatten bereits Seminare besucht bzw. schon vorher mit Klangschalen gearbeitet. Im Dachgeschoss des gemütlichen Hauses betraten wir einen freundlichen, offenen und lichtdurchfluteten Raum, dessen Atmosphäre einen sofort gefangen nahm, so dass es eigentlich keiner Eingewöhnung bedurfte. Die Neugier zog einen sofort zu all den unbekannten, wundersamen Instrumenten und sonstigen Klangutensilien, die sorgsam geordnet in Regalen oder direkt am Boden stehend untergebracht waren.Endlich begann das Seminar! In einem großen Kreis saßen wir auf Bodenmatten,
Roland stellte sich vor und nebenbei fest, dass es wiederum vor allem die holde Weiblichkeit war, die den Weg zu ihm gefunden hatte☺
Roland informierte uns zunächst über die Unterschiede zwischen den Klangschalen, welche man im Laufe der weiteren Seminartage auch deutlich spüren sollte. Es besteht in der Tat eine große Differenz in der Intention an sich, also ob man eher Klangmeditationen halten will oder Therapien und selbst dort muss man noch unterscheiden.
Ab da begann von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag das Seminar in entspannten und gleichmäßigen Rhythmen zu laufen. Jeder neuen Erläuterung folgten wechselseitige Übungen, diesen wiederum eine Feedbackrunde und des Mittags testeten wir die kulinarischen Lokalitäten von Schwangau und Füssen auf das Ausgiebigste.
Als sehr angenehm empfand ich die ruhige, humorvolle und freilassende Art, in der uns einerseits Wissen vermittelt wurde und andererseits nie das Gefühl von Zeitdruck entstand. Da gab es kein „auf die Uhr schauen“, alles hatte seinen natürlichen Ablauf und Ideen aus den Feedback-Runden pflegte Roland auf seine kreative Art gleich in die nächsten Übungen mit einzubauen.
Notwendige Kritik oder Korrekturen wurden immer mit großem Feingefühl und Geduld angebracht, wobei ich mich manchmal gefragt habe, wie er das eigentlich ausgehalten hat, wenn seine Seminar-Mädels mal wieder über das Ziel hinaus geprescht sind und den geheiligten Klangraum mit unsäglichen Lautstärken und Disharmonien zu entweihen drohten ☺... Na ja, wahrscheinlich hat er genau d e s h a l b nach solchen Aktionen entweder eine Klangmeditation oder Klangreise eingelegt☺☺☺!
Eine neue Erfahrung stellte für mich die verblüffende Erkenntnis dar, dass man fast mehr über die Klangmassage lernt, wenn man selbst behandelt wird, als umgekehrt. Da fühlt man genau, was einem gut tut oder nicht, wenngleich das natürlich individuell verschieden ist. Egal ob es um die Stärke oder Richtung des Anschlagens der Schalen geht, das Ablegen des Zubehörs oder die Aufmerksamkeit gegenüber des „Kunden“ – es ist eine verantwortungsvolle Angelegenheit, in der jeder seinen eigenen Rhythmus finden muss, ohne die Bedürfnisse desjenigen außer Acht zu lassen, der behandelt wird, - spannend!
Natürlich gab es auch ganz besondere Höhepunkte, von denen ich einige nennen will. Da war zum Beispiel das „Klangbad“ im wahrsten Sinne des Wortes, d.h. wir erzeugten die Klänge mit den Schalen auf oder unter Wasser, während unsere willigen „Opfer“ vollkommen relaxt im nassen Element umher schwebten.
Unglaublich in Erleben und Nachwirkung waren auch eine „Klangmeditation“ und die „Klangreise nach Tibet“, bei denen ich zum ersten Mal die magische und gewaltige Wirkung des großen Gongs zu spüren bekam, was mich unglaublich fasziniert hat.
Nun, wer hätte gedacht, dass diese Höhepunkte noch Konkurrenz bekommen könnten? Doch es war so. Als die Technik, - ach was sage ich, - die Kunst des von Roland entwickelten „Klangbaums“ an mir zelebriert wurde, ahnte ich auf einmal, was die Worte „heil“ bzw. „heilig“ bedeuten. Die Empfindungen im feinstofflichen Bereich waren geradezu grandios, ich fühlte mich eingebettet in einen transparenten Seidenkokon, der von Licht getragen schwerelos im Raum zu schweben schien und nach dem Abschluss des Klangbogens wusste ich, wie sich Vollständigkeit und Einheit anfühlen können...
An dieser Stelle möchte ich die Worte zitieren, mit denen ich mich nach dem Seminar noch einmal bei Roland für diese unsagbar schöne Woche bedankt habe:„Wenn ich jemandem beschreiben soll, was ich in dieser Woche erlebt und erfahren resp. erfühlt habe, merke ich immer, wie mir die richtigen Worte fehlen. Das muss man einfach live erleben, schließlich ist es ein Stück Lebensweg und Entwicklung für jeden selbst und das kann man nur individuell empfinden und durchleben.“
Aber jetzt, nachdem das Erlebte langsam einzusinken beginnt, war ich doch in der Lage, die allzu prosaische Form durch eine lyrische zu ergänzen, wobei ich hoffe, dass mir der leider längst verblichene Freiherr von Eichendorff die Anlehnung an sein Gedicht „Die Mondnacht“ vergeben haben würde:

Der Klang des Lichts
Es war als hätten Klänge das Licht zu mir gebracht, verschwunden alle Enge, zum Tage wird die Nacht.
Kraft durchströmt erwärmte Glieder wie Blütenduft die Frühlings – Auen. Langsam kehrt zu mir zurück Liebe, Mut, Geduld, Vertrauen.
Und meine Seele webt im Nu sich ein Gewand daraus. Mein Herz darin geborgen schwebt als wäre es zuhaus‘...

Nochmals von Herzen Dank Petra aus Ravensburg

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